Freie Bahn für Arnis Master

Der Mülheimer Trainer Axel Kleinkorres gewinnt für die Besitzergemeinschaft 100 Galoppsportfreunde das mit 52.000 Euro dotierte BBAG Auktionsrennen in Köln.

Es wurde eine besondere Siegerehrung im Kölner Führring am Samstagmittag. Denn freuen durften sich ca. 30 anwesende Mitbesitzer des siegreichen Hengstes Arnis Master im sportlichen Hauptereignis. Der Zweijährige hatte zuvor auf der Kölner Galopprennbahn das mit 52.000 Euro dotierte BBAG Auktionsrennen gewonnen. Nach 1.300 Metern gewann in Mülheim an der Ruhr trainierte Hengst mit großem Speed vom letzten Platz kommend. Für den erkrankten Jockey Adrie de Vries saß der Slowake Jozef Bojko im Sattel. Auf den Plätzen gefielen aber auch der Debütant See Hector (Clement Lecoeuvre) vor Nastaria mit dem Iren Sean Byrne im Sattel. Favorit Arano (Andrasch Starke) wurde nur Vierter. An einem stimmungsvollen Renntag nahmen auch zahlreiche Besucher an der Impfaktion des Veranstalters teil. Ebenso feierten die 3.000 Zuschauer den diesjährigen Derbysieger Sisfahan, seinen Jockey Andrasch Starke und Henk Grewe, der Sisfahan in Köln-Weidenpesch trainiert. 

Nur 10.000 Euro hatte Arnis Master auf der Badener BBAG Auktion in Iffezheim als Jährling gekostet. Gezüchtet hat ihn das Gestüt Karlshof im hessischen Gernsheim. In Köln gewann der Tai Chi-Sohn nun die Siegprämie in Höhe von 25.000 Euro in einer Manier, die die 3.000 Besucher vor und auf den Kölner Tribünen fasziniert haben dürfte. Mit unwiderstehlicher Endgeschwindigkeit sammelte Arnis Master Gegner um Gegner auf der 600 Meter langen Kölner Zielgeraden ein, um schließlich souverän zu gewinnen. Favorit Arano lief enttäuschend und wurde nur Vierter. Die Dreierwette zahlte 5.000:1.

Stimmen zum BBAG Auktionsrennen Köln:

Jozef Bojko, Jockey von Arnis Master: „Ich hatte bei dem schnellen Tempo alles im Blick. Der Hengst verfügt über eine enorme Endgeschwindigkeit, die er in der Zielgeraden ausspielen konnte. Er hatte immer freie Bahn an der Außenseite.“

Axel Kleinkorres, Trainer von Arnis Master: „Sein Debüt in Mülheim vor einigen Wochen war schon sehr gut. Damals kam er nicht frei und gewann deshalb nicht. Heute trug er dann zwei Kilos weniger. Seine Endgeschwindigkeit war imponierend. Als nächstes ist ein Start im Badener Zukunftsrennen geplant. Arnis Masters Idealdistanz dürfte zwischen 1.300 und 1.600 Meter liegen.“

Nicht nur der Sieger des Hauptrennens kommt aus Mülheim an der Ruhr. Mit Donna Florentina (Andrasch Starke), Sovereign State (Adriana Mühlgasser) für Trainerin Yasmin Almenräder und Aku´arius (René Piechulek), der von Marcel Weiß vorbereitet wird, holte die Mülheimer Trainingszentrale die meisten Tageserfolge.

Fazit und Ausblick:

Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Rennverein, zieht ein positives Fazit der Veranstaltung: „Die Rennbahn lebt wieder! An einem Samstag mit frühem Beginn sind wir sehr glücklich mit dem Besuch. Viele treue Zuschauer, die lange nicht am Renntag vor Ort waren, sind heute hier und machen diesen Tag sehr besonders für uns. Wir hoffen auch in vier Wochen ähnliche Umstände zu haben.“

Mit einer Doppelveranstaltung geht es am 28. und 29. August weiter. Samstags macht der Renntag der Kölner Gastronomie den Anfang. Im Mittelpunkt steht dann der Preis der Früh Brauerei. Einen Tag später kommt mit dem beliebten Benefizrenntag zugunsten des Kölner Kinderschutzbundes ein weiterer Traditionstermin im Kölner Turfkalender zur Austragung.

Tipico-Renntag: Lubiane siegt im packenden Finish

Zum ersten und einzigen After-Work-Renntag der Saison ließ sich der Kölner Renn-Verein 1897 e. V. am Mittwoch etwas Besonderes für seine Besucher einfallen.  Im neuen Biergarten, am Führring, vor dem Hippodrom und hinter der zweiten Tribüne hatte der Veranstalter vier LED-Leinwände aufbauen lassen. Denn im Anschluss an die Rennveranstaltung ging es auf dem weitläufigen Rennbahn-Gelände stimmungsvoll mit dem entscheidenden EM-Gruppenspiel zwischen Deutschland und Ungarn weiter.

Gemütliche After Work-Renntage haben auf der Kölner Galopprennbahn eine lange Tradition und ihren ganz besonderen Reiz. So auch am Mittwochnachmittag beim Tipico-Renntag. Gleich zum Auftakt sahen die Besucher den Sieg der Stute Pundara (4,3:1) unter Jockey Martin Seidl im Dreijährigen-Rennen. Die von Trainer-Altmeister Hans Blume (81) im Krefelder Stadtwald vorbereitete Lady schlug dabei die große Favoritin Pearl of Summer, auf der Jockeychampion Bauyrzhan Murzabayev überraschend das Nachsehen hatte. In der anschließenden Happy Moments-Meile sorgte Münchhausen für den Glücksmoment von Trainerin Yasmin Almenräder (Mülheim/Ruhr) sowie Besitzer- und Züchterin Sabine Ottofüllung. Der Niederländer Adrie de Vries lenkte den 1,8:1-Favoriten zum ersten Sieg seiner Karriere.

Frauenpower in Weidenpesch – Lilli-Marie Engels gelingen zwei Tagestreffer, auch Stephanie Koyuncu punktet

Eigentlich sprach viel für den Lokalmatador Ziro (Trainerin Sarah Weis) im „Köln-Fieber – stille Helden“-Rennen. Doch der Iffezheimer Gast Taurus (Trainer Manfred Weber) konnte es noch einen Tick besser. Seine ständige Reiterin Lilli-Marie Engels saß zum vierten Mal auf Taurus, ebenso oft gewann sie.  Und auch im Tageshöhepunkt, dem Preis von Tipico, schaffte die 21-Jährige aus Hannover nach Zielfotoentscheid Tagestreffer Nr. 2 auf Lubiane (9,1:1). Die in Bremen-Mahndorf von Pavel Vovcenko vorbereitete Fünfjährige blieb dabei knapp vor Hypnos. Dann erst folgten die Favoritin Nantua und Verlan. Die Viererwette in dieser Reihenfolge zahlte 953,2:1.

Ein knappes Finish, drei Pferde auf Linie und ein Zielfoto mit dem kurzen Kopf-Vorteil von Dayyan (13,3:1) sah Stephanie Koyuncu im Sattel als Siegerin, die in Beckingen von Uwe Schwinn trainiert wird.

44. Saisonerfolg für den Champion

Auch Bauyrzhan Murzabayev, zweimaliger deutscher Meister im Rennsattel und Führender der Jockeyrangliste, gewann sein Rennen. Auf Dr. Andreas Boltes Kongo (2,7:1) ließ der Kasache seine ganze Jockeychip aufblitzen.

Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Verein, freute sich über die tolle Rennbahn- und Fußballstimmung auf dem Gelände: „Das Kölner Stammpublikum sorgt immer für entsprechenden Applaus. Die Kombination von Galopprennen und Fußball passt hervorragend. Wir hoffen beim nächsten Kölner Renntag die Besucherzahl erhöhen zu dürfen.“

 

Titelbild: Klaus-Jörg-Tuchel

Bildergalerie: Sabine Effgen

Best of Lips nach Union-Gala der neue Derbyfavorit

Best of Lips heißt der Sieger im 186. Sparkasse KölnBonn-Union-Rennen auf der Galopprennbahn Weidenpesch. Das mit 65.000 Euro dotierte Gruppe 2- Rennen gilt als die wichtigste Derbyvorprüfung für das Blaue Band in Hamburg. Dabei lieferte der in Köln-Weidenpesch von Andreas Suborics vorbereitete Best of Lips (3,4:1) unter seinem französischen Jockey Lukas Delozier, der Kusshände ins Kölner Publikum warf, eine Galavorstellung ab und avanciert damit zum neuen Derbyfavoriten. Best of Lips gewann im Stile eines Klassepferdes überlegen mit 4 ¾ Längen. Auf den Plätzen folgten Dolcetto (Michael Cadeddu/Trainer Henk Grewe) und Sky Out (Alexander Pietsch/Trainer Markus Klug). Favorit Virginia Storm (Trainer Henk Grewe) mit Andrasch Starke im Sattel endete nur auf Rang fünf. Der Sieger Best of Lips steht im Besitz des Stalles Lintec. Dahinter firmiert Hans-Dieter Lindemeyer (67) aus Taucha bei Leipzig. Der Münchener Gast Mendocino und der Ittlinger Sampras wurden kurzfristig abgemeldet. Zum traditionsreichen Union-Renntag 2021 veranstaltete der Kölner Renn-Verein 1897 e.V. erstmals mit 1.000 Besuchern. Zehn Prüfungen fanden auf der Galopprennbahn KölnWeidenpesch statt.

Stimmen zum 186. Sparkasse KölnBonn Union-Rennen:

Andreas Suborics, Trainer von Best of Lips: „Ich habe immer an das Pferd geglaubt. Best of Lips hat eine unbeschreibliche Vorstellung abgeliefert. Danke an mein gesamtes Team. Das war hoch emotional für uns alle.“

Hans-Dieter Lindemeyer, Besitzer von Best of Lips: „Das war mal ein Ausrufezeichen auf die Frage, ob Best of Lips über die Distanz von 2.200 Meter kommt. Eindrucksvoller konnte er nicht laufen. Mit dieser Art und Weise habe ich nicht gerechnet.“

Naida holt den Weidenpescher Marathon

In einem schnell gelaufenen zweiten Tageshöhepunkt, dem Weidenpescher Steher Cup (15.000 Euro Preisgeld) über 3.000 Meter gewann Gestüt Niederrheins Naida in überlegener Manier. Unter ihrem Reiter Michael Cadeddu zeigte die fünfjährige Stute aus dem Mülheimer Quartier von Trainerin Yasmin Almenräder eine erstaunliche Leistung in diesem Listenrennen. Ida Alata (Andrasch Starke) und Memphis (Sibylle Vogt) hatten auf den Plätzen das Nachsehen.

Torquator Tasso der Galopper des Jahres 2020
Eine besondere Ehrung nahmen Dr. Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp und Verbands-Geschäftsführer Daniel Krüger, Verbands-Geschäftsführer im sonnenüberfluteten Kölner Führring vor. Mit Torquator Tasso (52 Prozent der Stimmen) gewann erstmals das Gestüt Auenquelle (Rödinghausen) als Besitzer Deutschlands älteste Publikumswahl. Das sind Karl Dieter Ellerbracke und Peter Michael Endres. Züchter von Torquator Tasso ist der Niederländer Paul Vandeberg. Trainiert wird der neue Galopper des Jahres von Marcel Weiß in Mülheim an der Ruhr.

Arano gleich top, Wilma und The Conqueror gewinnen Dreijährigenprüfung im toten Rennen; Mülheimer Hengst Dervonotti siegt zum sechsten Mal in Serie
Gleich zum Auftakt sahen die 1.000 Besucher einen imponierenden Debütsieger (1,7:1) mit dem zweijährigen Hengst Arano (Gestüt Auenquelle, Rödinghausen). Dabei servierte ihm Jockey Andrasch Starke einen ungefährdeten Start-Ziel-Erfolg. Auch in einer Zielfotovergrößerung des anschließenden Private Banking Cups waren die Protagonisten The Conqueror (1,9:1) und Gestüt Röttgens Wilma (1,6:1) nicht voneinander zu trennen. Beide endeten im toten Rennen. Somit standen mit Eduardo Pedroza und Martin Seidl zwei Siegjockeys sowie mit Andreas Wöhler und Markus Klug zwei Erfolgstrainer auf dem Siegertreppchen. Einen besonderen Erfolg landete auch der aus Mülheim angereiste Seriensieger Dervonotti. Der von Ralph Schaaf am dortigen Raffelberg trainierte Hengst des Stalles Berotti gewann sein sechstes Rennen in Folge. Im Sattel saß seine ständige Reiterin Stephanie Koyuncu.

Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Verein, freut sich über eine stimmungsreiche Veranstaltung und zieht ein positives Fazit: „Mir ist heute wie vielen Aktiven ein Stein vom Herzen gefallen. Endlich wieder eine Veranstaltung mit Zuschauern. Diese Atmosphäre hat uns so gefehlt. Ich möchte mich besonders beim Sponsor, der Sparkasse KölnBonn, für die in heutigen Zeiten nicht selbstverständliche Unterstützung bedanken.“

 

Außenseiterin Belcarra gewinnt das Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen; Fünferserie von Trainer Markus Klug mit seinem 600. Sieg

Die 15,3:1-Außenseiterin Belcarra hat am Sonntag auf der Galopprennbahn Köln-Weidenpesch das mit 33.000 Euro dotierte Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen gewonnen. Die Gruppe 3-Prüfung für dreijährige Stuten führte über 1.600 Meter und gilt als eines der wichtigsten Vorbereitungsrennen für den ersten deutschen Klassiker, den German 1000 Guineas, am 28. Mai in Düsseldorf. Dabei lieferte die in Köln Rath-Heumar von Markus Klug vorbereitete Belcarra (15,3: 1) unter Jockey Martin Seidl eine Glanzvorstellung. Auf den Plätzen landeten Wismar (Bauyrzhan Murzabayev) und Marlar (Maxim Pecheur).  Die Favoritin Noble Heidi endete nur auf Rang fünf.  Auch beim dritten Saisonrenntag veranstaltete der Kölner Renn-Verein ohne Besucher. Elf Leistungsprüfungen fanden auf der Galopprennbahn Weidenpesch statt.

Die Überraschungssiegerin Belcarra steht im Besitz des Insolvenzverwalters Ulrich Zerrath aus Münster, der unter anderem den Viertligisten Wuppertaler SV erfolgreich abgewickelt hat. Zerrath kaufte Belcarra im englischen Doncaster für 15.000 Pfund.

Stimmen zum Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen:

Martin Seidl, Jockey von Belcarra: „Wir hatten einen super Rennverlauf. Ich lag an dritter/vierter Stelle hinter der Favoritin. In der Zielgeraden ging dann im richtigen Augenblick eine Lücke auf. Danach hatte sie alles schnell geregelt. Eine Stute mit einigem Potenzial.“

Markus Klug, Trainer von Belcarra, Marlar und Shila:

„Was soll ich sagen, ich bin einfach nur sprachlos. Die Leistung von Belcarra ist kaum in Worte zu fassen. Marlar hatte an der Innenseite ein sehr unglückliches Rennen.“

Fünf aus fünf: Markus Klug-Festival mit seinem 600. Trainer-Erfolg

Eine beeindruckende Fünferserie landete Trainer Markus Klug (Rath-Heumar), der in fünf Rennen Pferde sattelte und fünf Mal den Sieger stellte. Mit einem Paukenschlag begann der Renntag. In der Auftaktprüfung für die dreijährigen Stuten auf der 1850 Meter-Strecke überraschte mit Gestüt Röttgens Well Protected zum Toto-Kurs von 14,6:1 eine gänzlich unterschätzte Teilnehmerin. Gleich im Anschluss punktete das Erfolgsdoppel Klug/Pecheur gleich noch zweimal. Mit Stall Dipolis Divio (3,0:1) schlug man dabei sogar den Totofavoriten Redford (Trainer Henk Grewe / Jockey Andrasch Starke). Und auch im Ito-Rennen über 2.200 Meter, bei dem sechs der neun Protagonisten noch über eine Derbynennung verfügen, gab es einen Klug-Erfolg auf der ganzen Linie. Denn mit Aff un zo (2,4:1) und der Debütantin Kiss from Greta (Martin Seidl) machten die Stallgefährten das Rennen unter sich aus. Dabei zündete Aff un zo den Turbo und gewann gegen die bereits auf fünf Längen enteilte Kiss from Greta am Ende noch deutlich. Neben dem Hauptrennen sattelte Markus Klug auch den Sieger Flitsch, der unter der Mülheimer Nachwuchsreiterin Amina Mathony als 600. Sieger des Röttgener Erfolgstrainers zurückkehrte.

Kölner Renn-Verein freut sich über Umsatzrekord

Nicht nur Markus Klug stellte gestern eine persönliche Rekordmarke auf . Auch der Kölner Renn-Verein konnte einen Umsatzrekord von 366.395,78 Euro vermelden. Mit einem Umsatz von 33.300 Euro pro Rennen war dies die Bestmarke der diesjährigen deutschen Galoppsaison. Ein großer Dank für dieses tolle Ergebnis geht an alle Wetter sowie an die Teilnehmer der Wetten, dass …?!? 20.21-Challenge. Der Kölner Renn-Verein hofft auf eine Wiederholung am 24. Mai – dann geht es im Weidenpescher Park mit dem Renntag rund um das 36. Mehl-Mülhens Rennen weiter.

Nerium dominiert im Carl Jaspers Preis

Heimsieg im Kölner Hauptereignis, Peter Schiergen trainiert Stall Nizzas Gruppe 2-Sieger auf der Weidenpescher Galopprennbahn

Nerium heißt der imponierende Sieger im Carl Jaspers Preis 2021. Das mit 44.000 Euro dotierte Gruppe 2-Rennen für vierjährige und ältere Pferde wurde am Sonntag auf der Kölner Galopprennbahn als sportlicher Höhepunkt des Tages entschieden. Dabei lieferte der in Weidenpesch von Peter Schiergen vorbereitete Nerium (3,1:1) unter dem zweimaligen deutschen Jockeychampion Bauryzhan Murzabayev (Kasachstan) eine Glanzvorstellung.  Nerium gewann im Stile eines Klassepferdes leicht mit 2 ½ Längen. Auf den Plätzen folgten Mitfavorit Kaspar (Trainer Markus Klug / Jockey Maxim Pecheur) und Sunny Queen (Trainer Henk Grewe / Jockey Andrasch Starke). Der Sieger Nerium steht im Besitz des Stalles Nizza von Privatbankier Jürgen Imm (Freiburg) und stammt ebenso aus dessen Zucht.  Auch bei der zweiten Saisonveranstaltung 2021 veranstaltete der Kölner Renn-Verein 1897 e. V. ohne Besucher. Zwölf Leistungsprüfungen fanden auf der Galopprennbahn Köln Weidenpesch statt.

Stimmen zum Carl Jaspers Preis:

Peter Schiergen, Trainer von Nerium: „Wir waren nach dem Grand Prix-Aufgalopp von Neriums Laufen etwas enttäuscht. Der Start hat ihn jedoch gefördert, sodass er heute leicht gewinnen konnte. Kompliment auch an den Jockey, der die Aufgabe mit aller Delikatesse gelöst hat.“

Bauryzhan Murzabayev, Jockey von Nerium: „Ich hatte heute sehr viel Mumm auf Nerium. Schon in der Arbeit hat er seine Klasse angedeutet. Er ist ein sehr gutes Pferd, das einiges laufen kann.“

Filip Minarik überreicht die Ehrenpreise nach dem Hein Bollow-Memorial

Am 20. April jährt sich der Todestag der Kölner Turf-Legende Hein Bollow. Mit dem Hein Bollow-Memorial, einem Stutenrennen für Dreijährige über 2.200 Meter, erinnerte der Kölner Renn-Verein am Sonntag an den großen Sportsmann, der im vergangenen Jahr im Alter von 99 Jahren verstarb. Es gewann für das Kölner Gestüt Röttgen die große Außenseiterin Anna Jolie (19,3:1) unter Jockey Maxim Pecheur. Bei seinem ersten Auftritt auf der Kölner Galopprennbahn seit seinem Unfall überreichte Filip Minarik die Ehrenpreise an das siegreiche Team um Sieg-Trainer Markus Klug (Rath-Heumar). Filip Minarik: „Ein herzliches Dankeschön an alle Fans, die mir geholfen haben, wieder ins Leben zurückzukehren. Das ist ein hoch emotionaler Tag für mich heute.“

Die Ehrenpreise im Hein Bollow-Memorial wurden überreicht von Filip Minarik (rechts). Röttgen-Gestütsleiter Frank Dorff (links) und Jockey Maxim Pecheur (Mitte) freuen sich über den Sieg (Foto: Klaus-Jörg Tuchel)

Klassische Hoffnungen im Fokus

Mit Sejana (1,4:1) ging die Auftaktprüfung von drei Dreijährigen-Prüfungen an den Kölner Championstall von Henk Grewe. Die im Besitz und der Zucht des Stalles Lucky Owner von Klaus Hofmann (Wiesbaden) stehende Sejana wurde von Andrasch Starke zu einem sicheren Erfolg geritten. Sejana besitzt eine Nennung für die klassischen 1000 German Guineas in Düsseldorf am 30. Mai.

Richtung Deutsches Derby zeigt der Weg von Vallando (1,8:1) aus dem Gestüt Auenquelle (Rödinghausen). Mit dem Franzosen Lukas Delozier im Sattel imponierte der Schützling von Trainer Marcel Weiß aus Mülheim an der Ruhr im Sauren Nachhaltigkeit-Rennen über 1.850 Meter, der zweiten Dreijährigenprüfung des Tages. Für den Lord of England-Sohn geht es jetzt im Hoppegartener Derby-Trial weiter.

Philipp Hein, Geschäftsführer Kölner Renn-Verein: „Das war ein sehr emotionaler Renntag heute für uns alle mit dem Wiedersehen von Filip Minarik. Ein besonderes Dankeschön gilt unserem heutigen Sponsor Herrn Ralf Berger, Geschäftsführer des Carl Jaspers Versicherungskontors, der uns in diesen schwierigen Zeiten zur Seite steht.“

 

Titelbild (Sabine Effgen)

 

 

Außenseiter Adrian gewinnt den Kölner RaceBets.de-Grand Prix-Aufgalopp

Adrian heißt der große Überraschungssieger im RaceBets.de-Grand Prix-Aufgalopp 2021. Das mit 15.000 Euro dotierte Listenrennen für vierjährige und ältere Pferde wurde am Ostermontag auf der Kölner Galopprennbahn als erster großer Höhepunkt ausgetragen. Dabei lieferte der in Weidenpesch vom deutschen Championtrainer Henk Grewe vorbereitete Adrian (14,3:1) unter seinem französischen Jockey Lukas Delozier eine sehenswerte Vorstellung. Adrian gewann im Stile eines Klassepferdes leicht mit 2 ½ Längen. Auf den Plätzen folgten Dato (Trainer Sascha Smrczek / Bayarsaikhan Ganbat) und Only the Brave (Trainer Henk Grewe / Jockey René Piechulek). Favorit Wonderful Moon mit Andrasch Starke im Sattel endete nur auf Rang fünf. Der Sieger Adrian steht im Besitz des Gestüts Auenquelle (Rödinghausen) und stammt aus der Zucht des Gestüts Röttgen (Rath-Heumar). Zum Saisonaufgalopp 2021 veranstaltete der Kölner Renn-Verein 1897 e.V. ohne Besucher, geschuldet der Corona-Pandemie. Elf Leistungsprüfungen fanden auf der Galopprennbahn Köln-Weidenpesch statt.

Stimmen zum RaceBets.de-Grand Prix-Aufgalopp:

Henk Grewe (Trainer von Adrian, Only the Brave und Wonderful Moon): „Ich freue mich natürlich über den Erfolg von Adrian, habe auch einige Sorgenfalten, weil Wonderful Moons Laufen nach Arbeitseindrücken nicht stimmen kann. Adrian wird den Großen Preis der Badischen Wirtschaft in Mülheim ansteuern. Es war heute sein erster Start seit dem Derby. Auch Only the Brave ist toll gelaufen, mit ihm machen wir demnächst auf Listenebene weiter.“

Lukas Delozier (Jockey von Adrian): „Ich musste Adrian schon auf der Gegenseite unterstützen, aber er hat dann auf seinem bevorzugten Geläuf ganz super durchgezogen. Das war magnifique.“

 

Klassische Hoffnungen Liban und Sassoon

Zwei Wochen nach seinem etwas enttäuschenden Jahresdebüt, als er in Krefeld auf Rang drei einlief, zeigte sich der von Weidenpesch-Trainer Peter Schiergen vorbereitete Liban (2,5:1) bei der Saisonauftakt-Prüfung bereits in Siegerlaune. Unter Championjockey Bauryzhan Murzabayev gewann der Gestüt Haus Zoppenbroicher wie ein großer Steher. Die Markus Klug-Vertreter Sky out und Aff un zo untermauerten dabei auch auf den Plätzen die gute Stallform des Gestüt Röttgen-Trainers.
Ebenso wie Liban könnte auch der Mülheimer Galopper Sassoon (8,8:1) ein Derbypferd respektive ein Galopper mit Perspektive sein. Es machte schon richtig Eindruck, wie der Gestüt Hönyhofer aus dem Quartier von Trainer Jean-Pierre Carvalho unter Robin Haedens auf der 1.600 Meter-Strecke immer besser ins Rollen kam. Dabei verwies Sassoon die Mitfavoriten Augustinus und Novellini noch sicher in die Schranken.

Kölner Azubi Leon Wolff sorgt für Furore

Einen Glanztag erwischte der erst 17-jährige Kölner Auszubildende Leon Wolff, dem zwei Tagestreffer gelangen. Erst punktete er in der vierten Tagesprüfung mit dem Krefelder Galopper Knight Rider, der in den Farben von Gina und Christoph Holschbach einen ungefährdeten Erfolg landete. Dann legte Wolff für sein Kölner Ausbildungsquartier nach. Mit der von Peter Schiergen in Weidenpesch trainierten Stute No Waltz fand Wolff die Siegerspur auf dem aufgeweichten Kölner Geläuf.

Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Renn-Vereins, zieht trotz der widrigen Bedingungen ein positives Fazit: „Ich möchte mich besonders bei den Sponsoren, Aktiven und den nimmermüden Ehrenamtlern für die großartige Unterstützung in diesen nicht einfachen Zeiten bedanken.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preis des Winterfavoriten: Imponierender Sieg von Best of Lips

Mitfavorit Best of Lips (3,8:1) unter dem englischen Jockey Francis Norton hat am Sonntag auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch den Preis des Winterfavoriten (Gruppe 3, 155.000 Euro Preisgeld, 1.600 m) gewonnen. Es war der erste Erfolg für den Weidenpescher Trainer Andreas Suborics (49) in diesem Kölner Traditionsrennen. Best of Lips steht im Besitz des Stalles Lintec von Hans-Dieter Lindemeyer aus Taucha bei Leipzig. Der zweijährige Hengst gewann nach 1:40,19 Minuten überlegen mit 3,5 Längen und vier Längen gegen Sea of Sands (Lukas Delozier) und Mythico (Bauyrzhan Murzabayev). Beide platzierten Pferde stehen im Training bei Jean-Pierre Carvalho in Mülheim an der Ruhr. Vierter wurde Favorit Juanito. Es liefen neun Pferde im Hauptereignis des Tages. Insgesamt fanden zehn Leistungsprüfungen für Englische Vollblüter im Weidenpescher Park statt.

STIMMEN zum Preis des Winterfavoriten:

Andreas Suborics, Trainer von Best of Lips: „Ich bin sehr stolz auf das Pferd, auf das ich Riesenmumm hatte. Er ist definitiv mein bester Zweijähriger. So einen habe ich bisher noch nicht trainieren dürfen. Best of Lips wird nächstes Jahr noch besser. Er könnte auch in zwei Wochen in einem Gruppe 1-Rennen in Frankreich nochmals an den Start kommen.“

Francis Norton, Reiter von Best of Lips: „Der Hengst hat mir ein Supergefühl gegeben. Er ist auf diesem schweren Geläuf ganz toll galoppiert. Ich bin sehr happy.“
Jean-Pierre Carvalho, Trainer von Best of Sands und Mythico: „Meine Pferde sind toll gelaufen und von einem imponierenden Sieger geschlagen worden. Auf diesem schweren Geläuf braucht man auch Stehvermögen. Ich bin sehr zuversichtlich, was die weitere Karriere angeht. Beiden haben Klasse.“

Rennbahn-Geschäftsführer Philipp Hein resümiert: „Es war ein sehr spezielles Jahr für den Kölner Renn-Verein im Zeichen von Corona, das wir mithilfe einer starken Teamleistung gemeistert haben. Jetzt beginnt die Planung für die neue Saison. Wir hoffen mit einem gewissen Grad Normalität an den Start 2021 gehen zu können.“

Eingeleitet wurde das Kölner Saisonfinale mit einem sehenswerten Erfolg von Sun of Gold (Trainer Jean-Pierre Carvalho, Mülheim / Ruhr). Der für das Gestüt Höny-Hof (Oberaula) angetretene Zweijährige empfahl sich unter Jockey Lukas Delozier für höherwertige Aufgaben. Die strebt auch Lokalmatadorin Deluxe Music an. Die für das Gestüt Ittlingen von Möbelkönig Manfred Ostermann (Witten) vorbereitete Zweijährige kam unter Jockey Martin Seidl zu einem ungefährdeten Debüterfolg in einer weiteren Prüfung für den Jahrgang 2018. Waldemar Hickst trainiert Deluxe Music im Weidenpescher Park.

Das zweite Hauptereignis des Tages, der Preis von Cube Real Estate GmbH, ein Rennen der zweithöchsten Handicap-Kategorie über 1.400 Meter (10.000 Euro Preisgeld), ging an French Conte. Für den von Erika Mäder im Krefelder Stadtwald trainierten dreijährigen Wallach war es bereits der vierte Saisontreffer, für Jockey Martin Seidl der zweite Tagessieger.

Auch rund um den Preis des Winterfavoriten gab es für alle Galoppsport-Fans zuhause wieder Live-Sport von der Kölner Galopprennbahn. Moderator Alexander Franke, Rennbahn-Kommentator Marvin Schridde und Wett-Experte Daniel Delius führten durch die Sendung.

 

Peaches triumphiert im Casino Baden-Baden Winterkönigin-Trial

Die zweijährige Stute Peaches (8,6:1) hat am Sonntag auf der Kölner Galopprennbahn unter dem Franzosen Clement Lecoeuvre (23) das Casino Baden-Baden Winterkönigin-Trial (Listenrennen, 17.000 Euro Preisgeld, 1.500m) gewonnen. Auf den Plätzen landeten die Favoritin Amazing Grace (Marco Casamento) und Kaliyah (Andrasch Starke). Damit bringt sich Peaches für den Preis der Winterkönigin am 18. Oktober in Iffezheim in Stellung. Besitzer ist der Kölner Rennstall elektrowelt24.de. Peaches gewann in einer spannenden Zielankunft sicher mit einer dreiviertel Länge vor Amazing Grace (Marco Casamento) und Kaliyah (Andrasch Starke) auf den Plätzen. Insgesamt fanden zehn Prüfungen am Sonntag im Weidenpescher Park statt.

STIMMEN zum Casino Baden-Baden Winterkönigin-Trial:

Clement Lecoeuvre, Reiter von Peaches: „Ich hatte sehr viel Mumm heute, dass die Stute eine Siegchance hat. Sie war unterwegs sehr entspannt und hat meiner Meinung nach Gruppe-Potenzial. An der Außenseite hatte ich dann ein Riesengefühl, sie hat so unglaublich viel Speed gezeigt. Ganz toll.“

Andreas Suborics, Trainer von Peaches: „Die Stute war schon früh im Jahr mein Mummpferd. Sie ist immer treu auf die vorderen Ränge gelaufen, hatte zuletzt in Iffezheim auch etwas Pech. Auch der 200 Meter weitere Weg kam ihr entgegen. Ich freue mich sehr über ihre Leistung heute.“

Rennbahn-Geschäftsführer Philipp Hein resümiert: „Es freut uns natürlich ganz besonders, dass die ersten drei Pferde im heutigen Hauptrennen aus der hiesigen Trainingszentrale kommen. Glückwunsch an Andreas Suborics und sein Team. Beim Kölner Saisonfinale am 11. Oktober hoffen wir natürlich auf gute Voraussetzungen.“

Überraschung durch Sporting zum Auftakt

Eingeleitet wurde der Renntag mit einem sehenswerten Erfolg des Außenseiters Sporting (12,9:1) für den Trainer-Altmeister Hans-Jürgen Gröschel aus Hannover-Langenhagen. Der für das Gestüt Paschberg (Brackel) angetretene Zweijährige brachte sich unter Jockey Adrie de Vries für das Krefelder Herzog von Ratibor-Rennen im November ins Gespräch.

Ramazotti gewinnt spannendes Finale gegen Julio

Es war das erwartete Duell um den Sieg in einer Altersgewichtsprüfung über 1.400 Meter. Schließlich kam Ramazotti unter Jockey Eduardo Pedroza in den bekannten Rennfarben des Gestüt Fährhof gegen den lange führenden Julio (Andrasch Starke) zu einem knappen, aber letztendlich sicheren Erfolg. Simon Stokes trainiert den Sieger in Bremen-Mahndorf.

Nerium wie ein Pferd großer Klasse

Die imponierendste Vorstellung des Tages lieferte Stall Nizzas dreijähriger Hengst Nerium, der unter Lukas Delozier im höchsten Handicap des Tages seine Gegner wie Statisten aussehen ließ. Der vierte Sieg in Serie sah nach Gruppe-Format aus. Asterblüte-Trainer Peter Schiergen trainiert Nerium im Weidenpescher Park.

Fataliste mit großem Speed

Das Rennen für den Derbyjahrgang sah einen Favoritensieg des Schlenderhaners Fataliste mit dem Italiener Michael Cadeddu im Sattel, der spät den Turbo zündete. Markus Klug markierte damit seinen 38. Jahrestreffer als Trainer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sensation: Außenseiterin Donjah gewinnt den Preis von Europa

Die große Außenseiterin Donjah (16,3:1) hat am Samstag in Köln unter dem Franzosen Clement Lecoeuvre (23) den 58. Preis von Europa, Gr.1 (77.500 Euro Preisgeld, 2.400 m) gewonnen. Es war der zweite Erfolg im größten Kölner Rennen des Jahres für den Weidenpescher Trainer Henk Grewe nach Khan 2018. Donjah steht im Besitz von Darius Racing. Dafür zeichnet Dr. Stefan Oschmann (Würzburg), CEO von Merck. Donjah gewann nach 2:31,82 Minuten in einer spannenden Zielankunft sicher mit Hals und einer halben Länge vor Kaspar (Maxim Pecheur) und Dame Malliot (Hollie Doyle) auf den Plätzen. Es war der erste Gruppe I-Erfolg eines deutschen Pferdes nach Iquitos im Großen Preis von Bayern am 1.11.2018. Insgesamt neun Prüfungen fanden am Samstag im Weidenpescher Park statt.

Kaspar (links, Jockey: Maxim Pecheur) lag bis kurz vor dem Ziel vorne (Foto: Klaus-Jörg Tuchel)

STIMMEN zum 58. Preis von Europa:

Clement Lecoeuvre, Reiter von Donjah: „Ich hatte sehr viel Mumm heute, dass die Stute besser als in Hamburg läuft. Sie war unterwegs sehr entspannt. An der Außenseite hatte ich dann ein Riesengefühl, sie hat so unglaublich viel Speed gezeigt. Traumhaft.“

Henk Grewe, Trainer von Donjah: „Die Stute war über Winter im Gestüt, brauchte den letzten Start in Hamburg noch. Heute war sie voll da. Sie hat Gruppe III, II und jetzt I, gewonnen. Alles, was jetzt noch kommt, ist eine Kür. Als nächstes könnte es ins Ausland gehen.“

Markus Klug, Trainer von Kaspar: „Der Hengst hat heute eine Mega-Leistung gezeigt. Er hat viel, viel mehr erreicht, als wir uns erträumt hätten. Trotzdem bin ich ein wenig enttäuscht.“

Rennbahn-Geschäftsführer Philipp Hein resümiert: „Es war ein großartiger Sieg für Donjah und ein Festtag für den Deutschen Galopprennsport. Wir freuen uns natürlich ganz besonders, dass die Plätze eins und zwei an heimische Pferde gegangen sind.“

Clement Lecoeuvre stellt sich nach dem Überraschungs-Sieg im 58. Preis von Europa den Fragen von Moderator Thorsten Castle. Holger Faust, Racing Manager von Darius Racing (ganz links), freut sich über den Gruppe-1-Coup (Foto: Klaus-Jörg Tuchel).

Eingeleitet wurde der Renntag mit einem leichten Erfolg von Reine d`amour (Trainer Marcel Weiß, Mülheim/Ruhr). Die für das Gestüt Auenquelle (Rödinghausen) angetretene Zweijährige brachte sich unter Jockey Andreas Helfenbein für den Preis der Winterkönigin in Iffezheim bei Baden-Baden ins Gespräch. Die Aufholjagd zum Sieg von Iliada (Trainer Hans Jürgen Gröschel, Langenhangen) unter dem Italiener Michael Cadeddu im zweithöchsten Handicap des Tages war ebenso sehenswert wie der Hattrick von Asterblüte-Trainer Peter Schiergen, der mit Nubius den höchsten Ausgleich des Tages gewann. Zuvor hatten bereits No Waltz und Nerium für Glücksmomente im Schiergen-Quartier gesorgt.

 

Bildergalerie (Fotos: Sabine Effgen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Champion siegt weiter – 58. Erfolg für Jockey Bauyrzhan Murzabayev mit Wildfang in Köln

Im sportlichen Höhepunkt der Kölner Samstagveranstaltung siegte der vom amtierenden deutschen Jockey-Champion Bauryrzhan Murzabayev gerittene Hengst Wildfang. Das mit 6.000 Euro dotierte Satzstudio Horlemann-Rennen, eine 1.850 Meter-Prüfung der zweithöchsten Handicap-Kategorie, wurde leichte Beute des in Hannover von Hans-Jürgen Gröschel trainierten Areion-Sohnes. Dr. Dr. Christiane Otto ist sowohl Besitzerin als auch Züchterin von Wildfang. Es war der 58. Jahreserfolg für Jockey Bauryzhan Murzabayev, der die Rangliste überlegen anführt. Hans Jürgen Gröschel punktete gleich noch einmal im anschließenden Ausgleich III-Rennen mit der Stute Iliada, die vom Italiener Marco Casamento geritten wurde.

Markus Klug-Doppel

Der Trainer weilte in der Sommerfrische in Österreich, trotzdem gewannen die Starter von Markus Klug (Rath-Heumar) zwei Rennen bei der Samstagveranstaltung im Weidenpescher Park.

Überraschung zum Auftakt

In einer spannenden Eröffnungsprüfung beim Kölner Sommer-Renntag setzte sich die 19,8 : 1 – Außenseiterin Lucky Amal, eben aus dem Rennstall von Markus Klug, überraschend gegen den Stallgefährten und Favoriten Diakrid (Maxim Pecheur) und Ariadne durch. Mit Martin Seidl im Sattel gewann die zweijährige Hoffnungsträgerin der Lucky Stables nach einer Kampfentscheidung mit einem Hals Vorteil.

Wieder Mondaufgang in Weidenpesch

Und auch das Dreijährigen-Rennen wurde zur Markus Klug-Beute. Über 2.400 Meter holte sich die Debütantin Madame Moonie unter Maxim Pecheur einen überlegenen 6-Längen-Sieg. Die aus dem Gestüt Görlsdorf (Uckermark) stammende Sea the Moon-Tochter lief wie ein Pferd anderer Klasse.

Familien-Erfolg dank No Waltz in der Wettchance des Tages

Manchmal ist Siegen auch Familiensache. So gab es Lob von Trainer Peter Schiergen für den Ritt seines Sohnes Vincenz, dem mehrmaligen Amateurchampion, auf No Waltz. „Er hat die Stute mit viel Vertrauen geritten, das passte“, so der stolze Papa. Für den Einlauf No Waltz – Best of Heaven – Filimon – Taron zahlte der Toto 3.785,60 : 1.

Hoffnung auf weitere Öffnungen

Nach der gelungenen Veranstaltung am Samstag mit 300 Besuchern hoffen die Verantwortlichen des Kölner Renn-Verein auf weitere Öffnungen. Geschäftsführer Philipp Hein: „Wir sind sehr froh, dass heute alles funktioniert hat. Wir sind deshalb weiter bemüht, gemeinsam mit den Behörden der Stadt Köln und der Landesregierung in NRW ein Konzept auf den Weg zu bringen, das uns erlaubt, Veranstaltungen mit bis zu 4.300 Besuchern auf dem 30.000 qm großen Open Air-Gelände zu ermöglichen“.

Titelbild: Klaus-Jörg Tuchel

Bildergalerie: Sabine Effgen