Derby-Sieger Windstoß unaufhaltsam im 55. Preis von Europa

 

 

14.000 Besucher strömten am heutigen Sonntag auf die Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch, um den größten Renntag der Saison mitzuerleben. Wer Spannung und Nervenkitzel erwartete, wurde nicht enttäuscht. Das Renntagshighlight, der 55. Preis von Europa (Gruppe I, 2.400 Meter, Dotierung: 155.000 Euro), hielt das Publikum bis zum Schluss in Atem.

Bereits ab Start zeigte sich das kleine aber mehr als feine Feld von sieben Spitzengaloppern kämpferisch als sich zunächst Savoir Vivre (Trainer: Jean-Pierre Carvalho, Jockey: Filip Minarik) vor den Kölner Publikumsliebling Kasalla (Trainer: Markus Klug, Jockey: Martin Seidl) setzte. Bis zum Ausgang des Schlussbogens hielt Savoir Vivre seine Spitzenposition, während von dem Derbysieger Windstoß (Trainer: Markus Klug, Jockey: Adrie de Vries) noch nichts zu sehen war. Er rangierte bis dato als Schlusslicht ganz am Ende des Feldes.

Richtig spannend wurde es dann jedoch auf der Zielgeraden als das Feld etwa 600 Meter vor der Ziellinie ganz eng zusammenschloss und jeder eine passende Lücke suchte. Genau diese Chance ergriff der dreijährige Windstoß aus dem Besitz des Gestüt Röttgens, der mit dem Derby in diesem Jahr bereits das wichtigste Zuchtrennen gewonnen hat. Ab da gab es kein Halten mehr für Windstoß. Adrie de Vries steuerte den Hengst souverän über die Ziellinie.

Hinter Windstoß kam Son Macia vorbereitet von dem Kölner Neu-Trainer Andreas Suborics ein, der sich von dem Erfolg seines Schützlinges begeistert zeigte.

 

Führungswechsel in der GERMAN RACING Champions League

 

Der 55. Preis von Europa ist nicht nur das Topereignis in Köln, sondern gilt auch als eines der Schlüsselrennen in der GERMAN RACING Champions League. Und tatsächlich mischte der Sieg von Windstoß die Tabelle auf. Denn mit den nun insgesamt 28 Punkten (für den Sieg wurden 10 Punkte hinzuaddiert) setzte sich Windstoß vor den Vorjahressieger Iquitos (22 Punkte) und den Arc-Anwärter Dschingis Secret (21 Punkte).

Windstoß’ Jockey Adrie de Vries, der mit nun 32 Punkten dicht hinter Andrasch Starke (40 Punkte) auf Rang Zwei der Champions League Wertung liegt, in einem ersten Statement: „Windstoß hatte mich in der Arbeit sehr überzeugt. Es gab unterwegs gutes Tempo. Ich habe auf der Zielgeraden den besseren Boden gesucht und die Lücke gefunden. Als er da durchgekommen war, hatte er gewonnen. Ich habe immer an ihn geglaubt. Die Form zuletzt in Iffezheim war nur ein Durchhänger.“

Trainer Markus Klug, der neben dem Erfolg mit Windstoß auch Platz Drei mit Colomano holte, ist nun in der Champions League Wertung mit 82 Punkten deutlich voraus. Sein Kommentar: „Ich habe gewusst, dass meine beiden Pferde eine gute Chance haben würden. Der Boden war besser für Windstoß, während Colomano Pech hatte. Windstoß hat gezeigt, dass er ein würdiger Derbysieger ist. Er hat zwar noch eine Nennung für den Pastorius – Großer Preis von Bayern, aber ich tendiere dazu, dass er in die verdiente Winterpause geht, was bei Colomano definitiv feststeht.“

Am 3. Oktober geht die GERMAN RACING Champions League mit dem pferdewetten.de Preis der Deutschen Einheit in Berlin-Hoppegarten in die vorletzte Runde.

 

Prima Violetta die stärkste Stute im Rennen

 

 

Die Galopp-Damen sorgten im Stutenpreis des Gestüts Winterhauch (Listenrennen) für ein weiteres Highlight am Traditionsrenntag in Köln. In einem großen Feld von 14 Starterinnen war Durchsetzungsvermögen gefordert. Schon im ersten Bogen war das Feld weit auseinander gezogen mit Sky Full of Stars (Trainer: Henk Grewe) an der Spitze. Das weckte besonders bei einer Kontrahentin den Kampfgeist. Denn auf der Zielgeraden stürmte Prima Violetta (Trainer: Andreas Wöhler, Jockey: Eduardo Pedroza) plötzlich nach ganz vorne und sicherte sich so den Sieg über die 1.850 Meter lange Strecke. Sky Full of Stars rettete sich als knappe Zweite vor Vive Marie (Trainer: Jens Hirschberger) ins Ziel.

 

Silvery Moon beendet seine Rennkarriere und sagte seinen Fans Goodbye

 

 

Fünf Jahre hat sich das beliebte Indianerpferd in die Herzen des Publikums galoppiert und dabei eine beeindruckende Statistik aufgebaut: knapp 50 Starts mit 24 Platzierungen – davon 5 Siege. Grund sich feiern zu lassen, hatte Silvery Moon also genug und er liebte es. Kaum ein Pferd genoss die Aufmerksamkeit so wie der mittlerweile sechsjährige Hengst. Kein Wunder also, dass es sich Silvery Moon nicht nehmen ließ, sich zum Ende seiner Rennkarriere noch einmal persönlich von seinen Fans zu verabschieden. Ein emotionaler Moment besonders für seine kleinen Anhänger.

 

Schnelle Kids vor großem Publikum

 

Wie die echten Profis rückten beim Hüpfpony-Rennen sieben Kinder in die Startboxen ein, um unter großen Anfeuerungsrufen schnellstmöglich ins Ziel zu „reiten“. Erschöpft aber stolz posierten die kleinen Rennbahnbesucher im Anschluss auf dem Geläuf vor dem Publikum. Ein Augenblick, den die Nachwuchsreiter so schnell sicher nicht vergessen werden.

 

Ausblick: ODDO BHF Familienrenntag  am Dienstag, 3. Oktober

Beim Familienrenntag gibt es großes Kinderprogramm sowie eine Viererwette mit zusätzlichem Jackpot.

 Veranstaltungsbeginn am Tag der Deutschen Einheit ist um 13.00 Uhr, der erste Start erfolgt um 13.30 Uhr.

 

Impressionen vom Renntag: