Preis des Winterfavoriten: Imponierender Sieg von Best of Lips

Mitfavorit Best of Lips (3,8:1) unter dem englischen Jockey Francis Norton hat am Sonntag auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch den Preis des Winterfavoriten (Gruppe 3, 155.000 Euro Preisgeld, 1.600 m) gewonnen. Es war der erste Erfolg für den Weidenpescher Trainer Andreas Suborics (49) in diesem Kölner Traditionsrennen. Best of Lips steht im Besitz des Stalles Lintec von Hans-Dieter Lindemeyer aus Taucha bei Leipzig. Der zweijährige Hengst gewann nach 1:40,19 Minuten überlegen mit 3,5 Längen und vier Längen gegen Sea of Sands (Lukas Delozier) und Mythico (Bauyrzhan Murzabayev). Beide platzierten Pferde stehen im Training bei Jean-Pierre Carvalho in Mülheim an der Ruhr. Vierter wurde Favorit Juanito. Es liefen neun Pferde im Hauptereignis des Tages. Insgesamt fanden zehn Leistungsprüfungen für Englische Vollblüter im Weidenpescher Park statt.

STIMMEN zum Preis des Winterfavoriten:

Andreas Suborics, Trainer von Best of Lips: „Ich bin sehr stolz auf das Pferd, auf das ich Riesenmumm hatte. Er ist definitiv mein bester Zweijähriger. So einen habe ich bisher noch nicht trainieren dürfen. Best of Lips wird nächstes Jahr noch besser. Er könnte auch in zwei Wochen in einem Gruppe 1-Rennen in Frankreich nochmals an den Start kommen.“

Francis Norton, Reiter von Best of Lips: „Der Hengst hat mir ein Supergefühl gegeben. Er ist auf diesem schweren Geläuf ganz toll galoppiert. Ich bin sehr happy.“
Jean-Pierre Carvalho, Trainer von Best of Sands und Mythico: „Meine Pferde sind toll gelaufen und von einem imponierenden Sieger geschlagen worden. Auf diesem schweren Geläuf braucht man auch Stehvermögen. Ich bin sehr zuversichtlich, was die weitere Karriere angeht. Beiden haben Klasse.“

Rennbahn-Geschäftsführer Philipp Hein resümiert: „Es war ein sehr spezielles Jahr für den Kölner Renn-Verein im Zeichen von Corona, das wir mithilfe einer starken Teamleistung gemeistert haben. Jetzt beginnt die Planung für die neue Saison. Wir hoffen mit einem gewissen Grad Normalität an den Start 2021 gehen zu können.“

Eingeleitet wurde das Kölner Saisonfinale mit einem sehenswerten Erfolg von Sun of Gold (Trainer Jean-Pierre Carvalho, Mülheim / Ruhr). Der für das Gestüt Höny-Hof (Oberaula) angetretene Zweijährige empfahl sich unter Jockey Lukas Delozier für höherwertige Aufgaben. Die strebt auch Lokalmatadorin Deluxe Music an. Die für das Gestüt Ittlingen von Möbelkönig Manfred Ostermann (Witten) vorbereitete Zweijährige kam unter Jockey Martin Seidl zu einem ungefährdeten Debüterfolg in einer weiteren Prüfung für den Jahrgang 2018. Waldemar Hickst trainiert Deluxe Music im Weidenpescher Park.

Das zweite Hauptereignis des Tages, der Preis von Cube Real Estate GmbH, ein Rennen der zweithöchsten Handicap-Kategorie über 1.400 Meter (10.000 Euro Preisgeld), ging an French Conte. Für den von Erika Mäder im Krefelder Stadtwald trainierten dreijährigen Wallach war es bereits der vierte Saisontreffer, für Jockey Martin Seidl der zweite Tagessieger.

Auch rund um den Preis des Winterfavoriten gab es für alle Galoppsport-Fans zuhause wieder Live-Sport von der Kölner Galopprennbahn. Moderator Alexander Franke, Rennbahn-Kommentator Marvin Schridde und Wett-Experte Daniel Delius führten durch die Sendung.

 

Wer wird der neue Winterfavorit? Saisonfinale mit sportlichem Highlight und Mega-Viererwette

Nachfolger von Rubaiyat gesucht: Kölner Schlussakkord mit dem Preis des Winterfavoriten

Bereits zum 117. Mal findet dem Preis des Winterfavoriten (4. Rennen, Start: 14:40 Uhr) Deutschlands wichtigstes Zuchtrennen für die Zweijährigen im Weidenpescher Park statt. Das mit 155.000 Euro dotierte Gruppe 3-Rennen über 1.600 m bildet traditionell das Saisonfinale der Kölner Turfsaison. Im vergangenen Jahr gewann mit dem vom deutschen Championtrainer Henk Grewe trainierten Rubaiyat sogar der spätere Galopper des Jahres. 2015 siegte mit Isfahan aus dem Stall von Trainer Andreas Wöhler (Gütersloh) der spätere Derbysieger. Aktuell sind 10 Pferde startberechtigt.

Mitfavorit ist auch in diesem Jahr ein von Lokalmatador Henk Grewe vorbereiteter Hengst mit Namen Juanito. Grewe hält große Stücke auf den Galopper, den der aktuell Führende des deutschen Trainer-Championats für den Stall „Eines Tages“ auf der Kölner Galopprennbahn vorbereitet. Mit seinem Ehrenrang im Badener Zukunftsrennen offenbarte Juanito für seine Besitzer, den Kölner Rennvereinspräsidenten Eckhard Sauren und FC-Torhüter Timo Horn, bereits sein großes Talent. Jockey-Legende Andrasch Starke reitet den Mitfavoriten.
Neben Juanito ergänzen mit Sampras (Gestüt Ittlingen / Trainer Markus Klug / Martin Seidl) und Sea of Sands (Gestüt Höny-Hof / Trainer Jean-Pierre Carvalho / Lukas Delozier) zwei weitere Pferde die Favoritengruppe, welche jeweils mit eindrucksvollen Siegen an den Start kommen. Mit einer Doppelspitze geht der Mülheimer Trainer Jean-Pierre Carvalho in das wichtigste Zweijährigen-Rennen des Jahres. Anders als Sea of Sands zählt Stall tmbs Mythico dabei eher zu den Außenseitern, hat jedoch den amtierenden Jockey-Champion Bauyrzhan Murzabayev im Sattel. Keinesfalls unterschätzen darf man auch Stall Lintecs Best of Lips. Denn auch sein Kölner Trainer Andreas Suborics hat eine sehr gute Stallform im Rücken.

French Conte auf dem Weg nach oben

In einem weiteren Höhepunkt des Tages, dem Preis von Cube Real Estate GmbH (7. Rennen, Start: 16:10 Uhr), kommen zwölf Pferde der zweithöchsten Handicapkategorie in einem formstarken Feld an den Start. Nach dem Eindruck seiner drei Saisonsiege müsste French Conte aus dem Krefelder Stadtwald-Quartier von Trainerin Erika Mäder eine erste Rolle spielen. Jockey Martin Seidl kennt den Wallach des Capricorn Stud bestens, der noch längst nicht alle Karten aufgedeckt haben sollte. Auch die Hannoveraner Gaststute Illiada (Michael Cadeddu) kehrt mit drei Saisonerfolgen in die Domstadt zurück. In Köln hat die von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel vorbereitete Areion-Tochter bereits Siegesluft geschnuppert.
Zahlreiche große deutsche Ställe haben auch in der ersten Tagesprüfung für den Jahrgang 2018, den Preis von Schlenderhan (1. Rennen, Start: 13:10 Uhr), gemeldet. Eine interessante Debütantin ist hier die Röttgenerin Wellenpracht. Als Schwester der beiden Derbysieger Weltstar und Windstoß darf man auf den Erstauftritt der Markus Klug-Vertreterin sehr gespannt sein. Bereits Rennerfahrung hat Hurricane Heidi sammeln können. Weidenpesch-Trainer Henk Grewe könnte die Jockey Andrasch Starke anvertrauten Pferdelady diesmal siegfertig vorstellen.

Mega-Viererwette mit 25.000 Euro Garantieauszahlung geht in die nächste Runde

Nach dem großen Erfolg der Premiere fiebern die Kölner Galoppsportfans einer weiteren Ausgabe der Wetten, dass…?!? 2.0 Mega-Viererwette (6. Rennen, Start: 15:40 Uhr) entgegen. Auch dieses Mal gilt: Wer im RaceBets-Podcast Rennen – Die Wetten, dass…?!? 2.0 Mega-Viererwette der Woche die Reihenfolge der ersten 4 Pferde richtig tippt, kann sich im besten Fall schon mit 50 Cent Einsatz über eine garantierte Gewinnsumme von 25.000 Euro freuen.

Prestigeträchtiges Kölner Championat offen wie nie

Traditionell werden am letzten Renntag des Jahres im Weidenpescher Park wieder die Kölner Championat-Titel in den Kategorien „Besitzer“, „Jockey“ und „Trainer“ verliehen. Geehrt werden am Ende der Saison die Protagonisten, welche unter Einbeziehung aller Kölner Rennen in diesem Jahr die meisten Siege verzeichnen können. Dass es dabei mitunter sehr spannend zugehen kann, bewies die vergangene Saison, als sich Maxim Pecheur erst mit seinem Sieg im letzten Rennen den Titel als Kölner Jockey-Champion vor Bauyrzhan Murzabayev sichern konnte. Letzterer hat auch in diesem Jahr gute Karten im Rennen um das prestigeträchtige Championat. An zweiter Stelle liegend versucht der Kasache (10 Siege) den derzeit Führenden, Routinier Andrasch Starke (11 Siege), noch abzufangen. Beide sind für jeweils acht Ritte gebucht worden.

Nicht minder spannend geht es bei den Trainern zu. Dort liegt Markus Klug (11 Siege) nur knapp vor Titelverteidiger Henk Grewe (10 Siege). Auch hier wird während des kommenden Renntages fleißig mitgerechnet- und gefiebert werden.

Bei den Besitzern hat das Gestüt Auenquelle mit derzeit 4 Siegen beste Chancen Nachfolger vom Gestüt Ittlingen zu werden, das im vergangenen Jahr den Kölner Championat-Titel für sich verbuchen konnte. Unmittelbar vor dem Saisonfinale erheben aber auch das Gestüt Röttgen (3 Siege) sowie gleich 15 weitere Besitzer mit jeweils 2 Siegen Ansprüche auf die begehrte Trophäe.

(Foto: Marc Rühl)