LEXIKON
 
Das Rennsport - ABC  

Altersgewichtsrennen: Galopprennen, in denen die Pferde je nach Alter und bisherigen Erfolgen mehr oder weniger Gewicht tragen. In Zuchtrennen (siehe klassische Rennen) sind nur Pferde eines Jahrganges unter sich und tragen gleiche Gewichte.
 

Amateurrennen: Die Reiter müssen Amateure sein und keine Jockeys.
 

Amazonen: Seit Mitte 1975 gibt es in Deutschland weibliche Berufsrennreiterinnen, die eine abgeschlossene Ausbildung hinter sich haben. Sie dürfen in allen Rennen starten, nicht nur in Amazonenrennen.
 

Aufgalopp: Hier werden die Pferde vor dem Start im Galopp vorgestellt.
 

Ausgleichsrennen: Galopprennen, bei dem die Pferde aufgrund bisher gezeigter Leistungen vom Ausgleicher ein bestimmtes Gewicht zugeteilt erhalten. Reiter plus Sattel (plus Blei) ergibt soundsoviel kg. In Flachrennen gibt es die Ausgleiche I-IV (I für sehr gute, II für gute, III für durchschnittliche, IV für geringere Klasse), in Hindernisrennen die Ausgleiche G (gute), M (mittlere) und U (untere Klasse). Der Sinn: Alle Pferde sollen gleiche Siegchancen haben. Und das macht das Mitwetten sehr viel spannender.
 

Flachrennen: werden in Deutschland von 1000 m (Fliegerrennen) bis 4000 m (Steherrennen) gelaufen. Was bei den Menschen Sprinter, Mittelstrecken- oder Langläufer sind, heißt bei den Pferden Flieger, Meiler, Steher.
 

Form: In der Fachpresse die Leistungsschilderung eines Pferdes in den letzten Rennen.
Wichtig, wenn man wetten möchte, und früher oder später möchte man das.

 

Führring: Hier werden die Pferde vor dem Start dem Publikum im Schritt vorgestellt.
 

Galopp: schnellste Gangart des Pferdes, bestehend aus drei Hufschlägen. Man unterscheidet Rechts- und Linksgalopp – je nachdem, welches der beiden Vorderbeine vorgreift.
 

Galopprennen: In Deutschland wurden die ersten Rennen 1822 in Bad Doberan (Mecklenburg) abgehalten. Am 3. September 1889 wurde die Kölner Rennbahn mit einem Drei-Tage-Meeting eröffnet. Die Galopprennen sind Leistungsprüfungen hinsichtlich der Zucht. Nur Vollblüter, die im Rennen gesund und schnell genug sind, werden zur Weiterzucht verwendet.
 

Generalausgleich: abgekürzt GA, wird am Ende jeden Rennjahres ausgerechnet und enthält das theoretisch von jedem Galopper zu tragende Gewicht, damit alle Pferde (rund 4500) im toten Rennen ankämen. Der GA ist die Grundlage aller Gewichtsberechnungen in Ausgleichsrennen.
 

Gewicht: Das zu tragende Gewicht setzt sich zusammen aus dem Jockey, dem Sattelzeug, der Kleidung und eventuell zusätzlichem Bleigewicht.
 

Gewichtserlaubnis: steht in Klammern im Programm hinter dem Namen des Reiters (ist aber schon abgezogen). Sie bedeutet die von einem Pferd weniger zu tragenden Kilos, da der Reiter noch keine 50 Siege errungen hat. Gewichtserlaubnisse staffeln sich von 5 kg bis 1kg, je nach Anzahl der Siege.
 

Grupperennen: Grupperennen sind Galoppprüfungen, deren Klassifizierungen international abgestimmt sind. Die Grupperennen sind in drei Kategorien Gruppe I, II, III aufgeteilt. In Deutschland werden im Jahr insgesamt nur sieben Grupperennen der höchsten Kategorie ausgetragen. Köln hat zwei Grupperennen dieser Güte im Programm.
 

Hürdenrennen: Hindernisrennen über Reisighürden, die auf der Flachbahn aufgestellt werden.
 

Jagdrennen: Hindernisrennen über meist feste Hindernisse wie Gräben, Wälle, Mauern, (werden auch Steeplechase genannt).
 

Jockey: Jockey wird man nach einer 3jährigen Lehrzeit als Pferdewirt und nach 50 Siegen im Sattel.
 

Klasse-A-Rennen: Galopprennen, bei denen der Gesamtpreis 2200 € übersteigt, sind Klasse-A-Rennen. Alle unter diesem Geldpreis liegenden Rennen sind Klasse-B-Rennen.
 

Klassische Rennen: Eines der fünf Rennen, bei dem alle Hengste das gleiche Gewicht tragen und Stuten entsprechend 2 kg weniger: Mehl-Mülhens-Rennen, Derby, St. Leger, Henkel-Rennen (nur für Stuten), Preis der Diana (nur für Stuten). Startberechtigt sind nur Dreijährige.
 

Listenrennen: Listenrennen sind Prüfungen, denen nach Art und Dotierung besondere Bedeutung zukommt. Im Rennprogramm werden die Prüfungen mit "L" abgekürzt.
 

Nachwuchsreiten: Galopprennen, in dem alle Reiter Nachwuchsreiter (Auszubildende) sind. Aber: Auch Auszubildende dürfen gegen Jockeys reiten - sie erhalten dann eine Gewichtserlaubnis (siehe dort).
 

Ohne Wetten: Ohne Wetten laufen Pferde, die in der Form zu ungleichmäßig sind. Mit dieser Maßnahme sollen die Wetter vor Überraschungen geschützt werden.
 

Parade: Bei herausragenden Rennen werden vor der Prüfung die teilnehmenden Pferde auf dem Geläuf vor den Tribünen im einzelnen vorgestellt.
 

Quote: Das ist der Geldbetrag, der an den siegreichen Wetter für je 10,- € Einsatz ausgezahlt wird.
 

Rennfarbe: Jeder Besitzer eines Rennpferdes hat eine eingetragene Rennfarbe, die ihm geschützt ist, zur Zeit rund 3.500 in Deutschland.
 

Rennleitung: Eine Gruppe von drei Personen, die mit Hilfe des Rennbahnfernsehens jedes Rennen auf Korrektheit genauestens überprüft.
 

Richterspruch: Der Richterspruch ist die Entscheidung des Zielrichters über den Ausgang eines Rennens. Der Zielrichter legt dabei u.a. die Art des Sieges (überlegen - leicht - sicher - Kampf) und die weiteren Abstände (totes Rennen - Nase - kurzer Kopf - Kopf - Hals - 1/2 Länge - 3/4 Länge - 1 bis 10 Längen - Weile) zwischen den einkommenden Pferden fest.
 

Scheuklappen: werden dem Pferd aufgesetzt, wenn es sonst nicht immer bei der Sache ist.
 

Totalisator: Hier laufen alle eingesetzten Wettgelder ein, werden die Wetten ausgewertet und die Quoten errechnet.
 

Verkaufsrennen: Galopprennen, in denen der Sieger nach dem Rennen öffentlich versteigert wird. Das hier zu tragende Gewicht wird auch durch den geforderten Preis bestimmt.
 

Vorwette (Außenwette): Die Wetten, die auf ein Pferd schon früh vor dem Rennen außerhalb der Bahn auf Sieg eingezahlt wurden.
 

Zuchtrennen: Alle Hengste tragen das gleiche Gewicht, alle Stuten 2 kg weniger.